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Dein plastikfreier Haushalt - Teil 1

 

Ein Wegweiser und wie Du Schritt für Schritt auf immer mehr Plastik im eigenem Haushalt verzichten kannst.

 

© pexels / Dein plastikfreier Haushalt - Teil 1
© pexels / Dein plastikfreier Haushalt - Teil 1

In unserem 2 Teiler Plastik-Frei erfährst Du wie Du Schritt für Schritt Deinen Verbrauch an Plastik reduzieren kannst oder sogar bis 0% an Plastik Müll vermeiden kannst. Wir gliedern diese Reihe nach den Räumen im Haushalt. Angefangen in der Küche, über Wohnzimmer bis hin zum Badezimmer. Da unser Haushalt voll von Plastikmüll- und Produkten ist, zeigen wir auf, wie Du im Alltag nach und nach auf Plastik-Verpackungen verzichten kannst. Wir zeigen Dir, welche Wege du gehen kannst und wie Du für einen eigenen umweltbewussten Haushalt Deinen eigenen Beitrag leisten kannst.

 

Durch unseren täglichen Gebrauch von Haushaltswaren, Einkäufen und anderen Dingen häufen wir immer mehr Plastik an und machen uns damit selber zu einem Teil einer riesigen “Plastik Kultur“. Wir wollen, dass noch mehr Bewusstsein für eine plastikfreie Gesellschaft, in den Köpfen der Menschen erreicht wird. Beginnen wir mit unserem ersten Teil, der Küche. Da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, kann man nicht erwarten, dass eine Änderung innerhalb einer Woche stattfindet. Was man jedoch erreichen kann, ist ein Schritt für Schritt Wegweiser zu folgen, der aufzeigt, wo und wie man auf Plastik verzichten kann. Wir zeigen Dir nun, wie Du mit einigen Schritten und neuen Wegen, Dein Plastik-Verbrauch in der Küche und den anderen Räumen mindern oder sogar komplett vermeiden kannst.

 

Küche

 

Die Küche ist mit seinen Gegebenheiten, einer der Orte, die am meisten Plastikverschleiß aufweist. Die regelmäßigen Einkäufe in Supermärkten. Der Verbrauch von Lebensmitteln. Oder auch der tägliche Abfall nach dem Kochen. Die meisten Produkte kommen ausschließlich in Plastikverpackungen. Von Nudeln, über Joghurt bis hin zum Obst&Gemüse. Es gibt in den herkömmlichen Supermarkt-Ketten leider noch wenig bis gar keine alltägliche Produkte, wo wir auf Plastik verzichten können.

 

Wenn Du regelmäßig kochst, wirst Du feststellen, dass viele Produkte auch viel Platz benötigen. Nudeln, Gewürze, Nüsse, Samen, Reis etc. etc. Versuche alle bisherigen Zutaten in Glasbehälter zu sortieren und aufzubewahren. Dort bleiben sie nicht nur länger frisch, sondern auch länger haltbar. Glasbehälter bekommst Du mittlerweile in jedem gut sortierten Shop. Du kannst dafür auch alte Marmeladen-Gläser o.ä. benutzen. Also alles was im Glasbehälter kam, kannst Du für andere Produkte zur Aufbewahrung verwenden. Wenn Du diesen Schritt getan hast ist es umso wichtiger für den nächsten Einkauf, auf Plastikmüll zu verzichten. Erst jetzt beginnt die Reise in einen plastikfreien Haushalt. Das gelingt Dir nicht, wenn Du wieder in den Supermarkt gehst und die selben Produkte mit Plastik Verpackungen einkaufst. Dann haben die Gläser und Dein Engagement bis hier leider keinen langfristigen umweltfreundlichen Zweck erfüllt. Denn Du hast trotz der Gläser, durch Deinen Einkauf, wieder Plastikmüll verursacht. Den Zweck erreichst Du, wenn Du in sog. Unverpacktläden oder ähnlichen Bio-Läden gehst. Hier kannst Du eine bestimmte Menge an diversen Produkten, wie z.B. Nudel, Reis, Gewürze o.ä. direkt in eigens mitgebrachte Behälter abfüllen lassen. Das heißt. Du verwendest Papiertüten aus diesen Läden. Benutzt Deine eigenen kleinen Stoffbeutel, die Du nur für den Einkauf bzw. die Produkte benutzt. Oder Du bringst Deine Behälter gleich mit. Der Aufwand hierfür ist nicht viel größer, als ein herkömmlicher Einkauf im Supermarkt. Das einzige worauf Du vielleicht achten solltest, dass Du Deinen nächsten Einkauf vorab planst, damit Du bei spontan Einkäufen nicht in Versuchung kommst, auf Produkte mit Plastikverpackungen zurückzugreifen. Oder Du hast immer kleine Stoffbeutel dabei, die Dir beim nächsten Spontan-Einkauf helfen, auf Plastik zu verzichten. Wenn Du noch keinen Unverpacktladen in der nähe kennst, kannst Du diesen einfach im Internet finden. Mittlerweile versuchen auch gängige Supermarkt-Ketten auf Unverpackt-Produkte umzustellen. Achte daher beim nächsten Einkauf darauf, ob Dein Supermarkt schon nachgerüstet hat oder nicht.

 

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etepetete

Wenn Du ein Liebhaber von Küchenrollen bist. Dann versuche auf Stoffservietten umzustellen. Diese kommen oft mit einer Plastikverpackung und schaden der Umwelt mehr als uns lieb ist. Es werden wertvolle Ressourcen verwertet und dient nicht der Umwelt. Des Weiteren sollte ein Baum nicht für ein Tropfen Soße auf Deinem Tisch o.ä. gerodet werden. Besorge Dir mehrere kleinere und größere Stoffservietten Deiner Wahl zur Wiederverwendung. Diese kannst Du nach Gebrauch gesammelt waschen und so oft benutzen wie Du möchtest. Der Verbrauch an Papier und Plastik, den Du hier einsparst ist immens und Du hast damit schon einen weiteren wertvollen Teil für eine bessere Umwelt getan.

 

Wir sind es gewohnt für unser Geschirr oftmals günstige Schwämme und Bürsten aus Plastikmaterialien zu benutzen. Beides besteht aus schädlichen Kunststoff und belastet die Natur. Alternativ kannst Du Bürsten aus Holz benutzen und für den Schwamm entweder aus recycelter Bio-Qualität achten oder Du benutzt Schwämme aus Luffa. Luffa ist ein Kürbisgewächs, 100% biologisch abbaubar. Und hat den selben Effekt, wenn es um die Reinigung Deines Geschirrs geht. Wenn Du einen Geschirrspüler hast, vermeide Produkte mit Plastikverpackungen. Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie ein Geschirrspültab noch einmal in Plastik verpackt ist, der ohnehin schon in einer Plastikverpackung kommt. Statt dessen kannst Du Dein Geschirrspülmittel ganz einfach selber herstellen und in Gläsern o.ä. für die nächste Verwendung aufbewahren.

 

© pexels / der Konsum von zu viel ToGo Produkten schadet der Umwelt
© pexels / der Konsum von zu viel ToGo Produkten schadet der Umwelt

Wenn es generell um den Einkauf geht, versuche alles was mit einer Plastik Verpackung kommt zu vermeiden. Alles. Kein Wasser oder andere Getränke in Plastikflaschen. Keine Wurst und kein Käse in Plastikverpackungen. Und vor allem kein Obst&Gemüse in extra Plastikhüllen. Sowie auch keine Plastiktüten für diese Produkte. Gehe mit einem Stoffbeutel einkaufen und vermeide Plastiktüten an der Kasse zu kaufen. Auch wenn Dein Lieblingsjoghurt in einer Plastikschale kommt. Versuche ein neuen Lieblingsjoghurt im Glas zu finden. Oder noch besser. Versuche Dir Deinen eigenen Lieblingsjoghurt zu kreieren. Versuche vielleicht auch den wöchentlich Bio-Markt in Deiner Gegend aus. Hier kommen viele Produkte direkt vom Hersteller und Du kannst hier auf jede Menge Plastikverpackungen verzichten, da die meist unverpackten Produkte direkt in Deinen mitgebrachten Stoff-Beutel landen. Dank der neuen Tipps kannst Du unbesorgt einkaufen gehen, ohne dabei noch mehr Plastikmüll zu verursachen.

 

Deutschland, ist was Mülltrennung angeht ein guter Vorreiter. Leider haben wir hier noch immer Aufklärungsbedarf. Mülltüten bestehen nun mal leider aus Plastik. Was Du alternativ nutzen kannst wenn es z.B. um Produkte mit dem grünen Punkt geht. Du kannst Deinen Müll auch in Kartons, kleinen Holzkisten o.ä. aufbewahren, bis diese voll sind. Für den restlichen Müll kannst Du kleine Holzkisten mit altem Papier oder Zeitungen auslegen und diese für den Müll verwenden.

 

Damit verzichtest Du, bei jedem mal wo Du den Müll wegbringst, auf eine Mülltüte aus Plastik. Solltest Du alle Tipps beherzigen und umsetzen, wirst Du nach einer Weile feststellen, dass Dein Verbrauch an Plastikmüll drastisch gesunken ist. Du wirst merken, dass Dein Bewusstsein für die Umwelt gestiegen ist. Du wirst merken und auch noch mehr realisieren wie viel Produkte in Plastikverpackungen kommen. Und wie viel wir schon verbraucht haben. Dein gestiegenes Bewusstsein wird Dir weiterhin helfen, um auf eine umweltfreundlichere Umwelt zu achten.

 

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Wenn es um die Reinigung in der Küche geht, greifen wir gerne auf diverse Chemiekeulen mit 100 verschiedenen Produkten zurück. Plastik-Sprüh-Flaschen. Plastik-Schwämme. Und Kunststoff Reiniger. In Unverpacktläden bekommst Du mittlerweile auch biologisch unbedenkliche sehr gute Reiniger aus Kanistern, die Du nach Deinen Wünschen abfüllen kannst. Du kannst dafür eigene Glasflaschen mitbringen oder diese im Laden gleich mit kaufen. Auch kannst Du hier für die Reinigung Luffa als Schwamm benutzen. Für die Reinigung des Bodens kannst Du einen Holzbesen und einen Holzschwamm aus biologischen Materialien benutzen. Zum Trocknen eignen sich wieder Stoffservietten oder Handtücher, die Du nach dem Waschen wiederverwenden kannst. Sinn macht es die für die Reinigung benutzten Stoffservietten und Handtücher extra zu lagern, damit Du diese vielleicht nicht für andere Sachen, außer der Reinigung, verwendest.

 

 

Was kannst Du also im einzelnen in der Küche umsetzen, um auf Plastik zu verzichten.

 

  • auf Glasbehälter umsteigen
  • Kleine Stoffbeutel oder andere Behälter für den Einkauf der einzelnen Produkte organisieren
  • plane Deinen Einkauf
  • in Unverpacktläden einkaufen gehen
  • mit einem Stoffbeutel einkaufen gehen
  • auf Stoffservietten umstellen
  • Bürsten aus Holz und Schwämme aus Luffa benutzen
  • eigene neue Rezepte ausprobieren
  • auf Wochenmärkten einkaufen gehen
  • Verzichte auf alle Produkte in Plastikverpackungen
  • Verwende für den eigenen Müll, Kartons oder Holzkisten
  • verzichte auf Reinigungsprodukte abgefüllt in Kunststoffbehältern

 


Danke das Du Dich für diesen Beitrag interessiert hast. Wir wollen noch mehr Menschen erreichen. Und wir freuen uns wenn Du diesen Beitrag mit anderen teilst. Du hast vielleicht sogar schon Erfahrungen mit einem eigenem plastikfreien Haushalt. Dann hinterlasse gerne ein Kommentar oder kontaktiere uns. Wir danken es Dir jetzt schon.

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